Bevor wir unsere Reise in die Klimazukunft beginnen, gönnen Sie sich hier an der Köhlerberghütte gerne eine Pause und packen Ihre Brotzeit aus. Auf unserer Klimaerlebnisroute werden wir ihre Brotzeit näher unter die Lupe nehmen. Nicht nur Fliegen, Autofahren und Heizen erzeugen Treibhausgase, auch die Herstellung unserer Nahrungsmittel trägt zum Klimawandel bei. Gleichzeitig ist gerade die Ernährung untrennbar mit unserer Gesundheit verbunden.
Bestimmte Nahrungsmittel sind von Natur aus nur zu bestimmten Jahreszeiten und in bestimmten Breiten produzierbar. Doch heutzutage gibt es in unseren Supermärkten fast alles zu jeder Jahreszeit. Berechnungen zeigen: der Anteil der Nahrungsmittelproduktion an den Treibhausgasemissionen; von der Erzeugung, über Verarbeitung, den Transport bis zum Verkaufsort, der Lagerung, der Fahrt zum Einkaufsort und der Zubereitung, liegt in Deutschland zwischen 16 und 20 %. Damit kommt der Ernährung in der Klimadiskussion eine ähnliche Bedeutung zu wie den Bereichen Verkehr und Wohnen. Grundsätzlich erzeugen wir durch den Kauf tierischer Produkte mehr Treibhausgase als durch pflanzliche Produkte. Je stärker ein Nahrungsmittel verarbeitet worden ist, desto höher ist der Energieeinsatz gewesen, es hat dann eine schlechte Klimabilanz. Eine gute Klimabilanz hingegen hat frisches, saisonales Gemüse aus der Region.
Überprüfen Sie Ihr Pausenbrot doch einmal auf den gesundheitlichen Wert und die Folgen für das Klima. Wo wurde Ihr Lebensmittel produziert? Welche Strecke hat es bisher zurückgelegt? Welche Verarbeitungsprozesse gab es? Und welchen gesundheitlichen Wert hat das Lebensmittel für Sie?

