Erlebnispunkt 6: Globale Trendwende jetzt!

Der globale Klimawandel ist weltweit zu einem zentralen politischen und gesellschaftlichen Diskussionsthema geworden. Täglich finden wir in den Medien Beiträge zu Klimaszenarien und Treibhausgasen, zu Maßnahmen der Emissionsminderung und zu notwendigen Anpassungsprozessen. Dabei kursieren viele Zahlen, Vorhersagen und Meinungen, die es schwer machen, sich ein qualifiziertes Bild von den Veränderungen und deren Bedeutung zu machen. Nach dem 6. Klimabericht (IPCC 2023) ist es mit großen kostenintensiven Techniken, die neue Gefahren bergen, nach wie vor möglich, die globale Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Dafür sind allerdings eine sofortige globale Trendwende sowie tiefgreifende Treibhausgasminderungen in allen Weltregionen und allen Sektoren nötig. Diese Trendwende ist allerdings noch nicht zu erkennen.

Durch die Erwärmung wird das ,,Klima-Karussell“ angekurbelt, die Niederschlagsverhältnisse ändern sich, extreme Wetterereignisse wie Stürme und Starkregen nehmen zu und beeinflussen global und lokal unser Leben.

Mit Klimamodellen in die Zukunft schauen
Mit der Diskussion um den globalen Klimawandel ist die Klimaforschung stark intensiviert worden. So wurden beispielsweise für Deutschland mit Hilfe des regionalen Klimamodells REMO die Veränderung wichtiger klimatische Faktoren wie Niederschlag und Temperatur berechnet. Relativ übereinstimmend sagen zahlreiche Modelle für die Zukunft eine tendenzielle Verschiebung der Niederschläge vom Sommer in den Winter voraus. Außerdem soll es wärmer werden, vor allem im Winter.

Anpassung ist notwendig
Auch wenn die Weltgemeinschaft entschlossen handelt und ab sofort für eine massive Minderung der Treibhausgasemissionen sorgen würde, ließen sich die Folgen des Klimawandels nicht mehr vollständig vermeiden. Das Klimasystem reagiert träge. Das bedeutet, das sich die Wirkungen der hohen Treibhausgasemissionen von heute erst zeitverzögert in den kommenden Jahrzehnten bemerkbar machen werden. Deshalb muss es, zusätzlich zum Bemühen um eine Minderung der Emissionen, zunehmend auch darum gehen, Strategien für eine Anpassung an die nicht (mehr) vermeidbaren Klimafolgen umzusetzen und zu entwickeln. Dies gilt nicht nur für besonders gefährdete Regionen wie Meeresküsten, die besiedelten hochwassergefährdeten Bereiche entlang der großen Flüsse, die Lawinenschutzwälder in den Hochgebirgen oder für die schon heute von Sommertrockenheit betroffenen Regionen im östlichen Deutschland. Auch hier im Naturpark sind die Folgen bereits jetzt sichtbar und machen Anpassungsmaßnahmen notwendig.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert