Erlebnispunkt 15: Energie aus dem Wald

In den Wäldern, die sie heute durchwandert haben, wird vermehrt Brennholz geschlagen. Brennholz ist schon immer genutzt worden, aber angesichts der steigenden Preise für die fossilen Energieträger Öl und Gas wird die Holznutzung immer attraktiver. Im Gegensatz zu diesen Energieträgern kann Holz fast klimaneutral Energie bereitstellen. Bei seiner Verbrennung wird in einem Vorgang nur soviel Kohlendioxid in die Atmosphäre abgegeben, wie der Baum in seiner Lebenszeit aufgenommen hat und auch bei seiner Verrottung im Wald wieder an die Atmosphäre abgeben würde. Nur die Verarbeitung und der Transport erzeugen Kohlendioxid.

Die Wälder des Naturparks verfügen über große Holzvorräte. Trotz der gestiegenen Nutzung für unterschiedliche Zwecke wächst zurzeit mehr Holz nach, als aus dem Wald entnommen wird. Es gibt also noch Potenziale, die im Rahmen einer nachhaltigen Nutzung ausgeschöpft werden können. Aus Sicht des Naturschutzes sollte jedoch für einen artenreichen Wald ein gewisser Anteil an Alt- und Totholz bestehen bleiben. Wächst im Wald mehr Holz nach als entnommen wird, werden die wachsenden Bäume zu Kohlenstoffspeichern. Allerdings ist es ausgesprochen schwierig, die Speicherleistungen verschiedener Ökosysteme wie Wälder oder Moore zu beziffern. Wälder sind dynamisch. Auf Phasen des Wachstums folgen Phasen des Zerfalls, in denen die alten Bäume absterben und verrotten. Dann lösen sich die Kohlenstoffsenken buchstäblich wieder in Luft auf. Langfristig gebunden wird Kohlenstoff im Holz eigentlich nur dann, wenn das Holz zu langlebigen Produkten weiterverarbeitet wird. Der Einsatz von Holz beim Hausbau oder in der Möbelherstellung ist deshalb nachhaltiger Klimaschutz.

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